Neue NÖ Mittelschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt

 
 

Pädagogischer Rat II

Hier finden Sie den zweiten Teil der pädagogischen Ratschläge.

Sprachen beherrschen die Welt

Sprachen beherrschen die Welt

Als begeisterte Weltreisende ist mir heuer in den Sommerferien so richtig bewusst geworden, wie wichtig es ist, eine Zweit- oder Drittsprache zu beherrschen. Je weiter man sich von Europa entfernt, desto weniger können die Menschen Deutsch sprechen. 
Englisch ist am gebräuchlichsten und vielleicht auch die Fremdsprache, die man am leichtesten erlernt. Beginnend im Kindergarten und in der Volksschule soll der Spracherwerb nicht nur in elitären Bildungseinrichtungen auf der Tagesordnung stehen. Sinnvoll für die Erhöhung der allgemeinen Sprachkompetenz  der Jugendlichen ist es, wenn Englisch schon ab dem Kindergarten angeboten wird. Durch spielerisches Vorgehen „learning by doing“ lernen die Kinder am leichtesten. Didaktisch, psychologisch und pädagogisch gut geschulte Lehrkräfte bringen Abwechslung, Schwung und dadurch Motivation für die Schüler in den Lernalltag.
Bringen Sie sich für Ihr Kind in den Lernalltag ein, führen Sie Gespräche mit den vorgesetzten Stellen, helfen Sie mit, dass sich die Bildungslandschaft in Österreich sinnvoll weiterentwickelt. Pädagogen mit guten Englischkenntnissen oder „Native Speaker“ helfen beim Erlernen von Fremdsprachen, in den einzelnen Unterrichtsstunden und auch in ganzen Sprachwochen.  Denn es kann nicht sein, dass der Fremdsprachenerwerb nur Privilegierten zugängig gemacht wird. Dies entspricht sicher nicht dem Bildungsauftrag der Bundesländer.
„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ ist ein Sprichwort, das heutzutage keine Bedeutung mehr hat. Am Beispiel  Fremdsprachenlernen kann das nachvollzogen werden

Lehrer als Lebensabschnittspartner

Lehrer als Lebensabschnittspartner

Wer wünscht sich nicht für seine Kinder Pädagogen, die Jugendliche wertschätzen,  deren Talente fördern und Schlüsselkompetenzen und Wissen vermitteln? Es stellt sich aber die Frage: Wie wird mein King glücklich und klug?  Ein wohl immer passender Rat ist, dass Vater und Mutter sich intensiv mit den Pädagogen der Schullaufbahn unterhalten, damit auf  die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden kann.  Es ist von Vorteil, wenn auf die emotionale Integration geachtet wird. Schüler sollen meiner Meinung nach nicht sich selbst überlassen und nicht in Watte gepackt werden. Entscheidend ist ein Mittelmaß, in dem Schülern Freiheiten ermöglicht, ihnen aber gleichzeitig Grenzen gesetzt werden. Getroffene Vereinbarungen sollten eingehalten werden und den jungen Menschen der Rücken gestärkt werden, wenn Probleme und Konflikte mit Mitschülern und Lehrern auftreten. Jugendliche sind immer glücklich, wenn ihre Eltern verlässlich zu ihnen stehen.  Das bedeutet im Konkreten, dass Mutter und Vater als Dolmetscher ihrer Kinder in der Schule auftreten sollten. Es ist von Vorteil, wenn ein guter und konstanter Kontakt mit den Lehrern gepflegt, eine Beziehung aufgebaut wird, damit man über die Bedürfnisse und Sorgen der Kinder sprechen kann. Das Übertragen von Aufgaben und Verantwortung stärkt die Jugendlichen in ihrem Selbstbewusstsein.  Schüler sollten auch immer das Gefühl haben, dass sie sich vertrauensvoll an den Lehrer wenden können, ohne Bestrafung befürchten zu müssen. Wenn  das Vertrauen aufgebaut wird, dass Pädagogen in jeder schwierigen Lage Hilfestellung leisten, dann kann einer erfolgreichen,  glücklichen Zukunft nichts mehr im Wege stehen.

Differenzierung und hochmotivierte Pädagogen

Differenzierung und hochmotivierte Pädagogen

Kindern, Jugendlichen und Eltern wird es heuer wirklich besonders schwer gemacht. Versucht man doch mit Akribie, einen Namen für  die Schule nach der Volksschule zu finden. Egal, wie sie auch heißen mag: Eine Schule steht und fällt mit den Lehrern. Finden Sie begeisterte Pädagogen, die die Kinder begeistern können? Sind die Lehrer motiviert ihr Bestes am Arbeitsplatz zu geben? Haben Pädagogen „Feuer“ und die Kraft , ihr „Feuer“ weiterzugeben, damit auch die Leidenschaft bei den Jugendlichen geweckt werden kann? Sind Lehrer kritikfähig und können sie diese Eigenschaft auch weitergeben? Erkennen Lehrer die Vielfalt an Begabungen und sehen sie diese als Chance?
Ich bin voll und ganz für eine adäquate Bildung, denn dann braucht sich keiner mehr vor Versagen, Frustration und auch vor Fremden zu fürchten. Differenzierte Wissensvermittlung der unterschiedlichsten Fähigkeiten ist angesagt und auch die Vermittlung von Werten und Moral! Talente müssen gefördert werden und daher brauchen wir  Pädagogen, die den Fleiß und die Fähigkeit haben, die Jugendlichen entsprechend ihren Begabungen zu unterrichten.  
Lernresistente Schüler, desinteressierte Eltern und viele ungelöste Probleme aus dem Elternhaus und der Gesellschaft beeinflussen und erschweren den Schulalltag massiv. In der Bildungslandschaft etwas zu ändern soll für alle, die sich engagieren, das Ziel sein.
Für mich gilt auf alle Fälle: „Eine Schule für viele ist keine Schule für alle!“

Methodenkorrektur

Methodenkorrektur

Dass Methodenkorrektur besser ist als Zusatzförderung, wissen erfolgreiche und engagierte Pädagogen. Doch welchen Beitrag können Sie zu Hause leisten?

Nun, mit ein paar Ideen lernt es sich wesentlich leichter. Helfen Sie Ihrem Kind, einen Wochenplan zu machen. Jeder Tag soll mit ungefähr gleichem Lernaufwand belastet sein! Das Lernen in letzter Sekunde, das unregelmäßige Lernen, das Lernen ohne Pause und das Lernen des Stoffes, den man ohnedies gut kann, erschweren das Aneignen von Wissen. Motivieren Sie Ihr Kind, aus dem Stoff Prüfungsfragen oder eine Probeschularbeit zu erstellen, schaffen Sie eine Prüfungssituation! Motivieren Sie Ihr Kind, durch Farbe oder Unterstreichen Struktur in den Lernstoff zu bringen! Motivieren Sie Ihr Kind, ein Ziel mit kleinen Teilzielen vor Augen zu haben! Motivieren Sie Ihr Kind, den Stoff öfters zu wiederholen! Konzentration auf das Wesentliche und das Beiseitelassen von nicht so Wichtigem belasten das Gehirn weniger! Motivieren Sie Ihr Kind immer wieder zu Unterbrechungen, um Bewegung an der frischen Luft zu machen und um etwas Erfrischendes zu sich zu nehmen; das schafft Freiräume im Hirn! Überlegen Sie, wo Sie Ihrem Kind Hilfestellung geben können: Was braucht es wirklich? Abprüfen? Gemeinsames Wiederholen? Nur da zu sein? Motivieren Sie Ihr Kind, sich bei Erreichung eines Zieles zu belohnen! Motivieren Sie Ihr Kind, Aufgabenstellungen unter Zeitdruck zu lösen. Nur so kann eine Prüfungs- oder Schularbeitssituation nachgemacht werden.

Begleite dein Kind

Begleite dein Kind

Begleiten Sie Ihre Tochter, Ihren Sohn auf dem Lebensweg: Eltern sind sich nicht immer bewusst, dass Erziehung nichts anderes ist, als ihr eigen Fleisch und Blut für „die spannende Reise in eine unbekannte Zukunft“ vorzubereiten. Wer weiß schon, welche Spielregeln, Eigenschaften und Charakterzüge in 30 Jahren notwendig sind, um bestehen zu können.

Man kann zwar Kinder niemals zu sehr lieben, aber dennoch kann man sie auf falsche Weise lieben. Und das Resultat ist dann oft ein trauriges, denn die Kinder haben im sozialen Bereich nicht lernen können. Sie ecken oftmals an, haben keinen Erfolg im Leben. Den Eltern geht es dabei auch nicht gut, sie sind verzweifelt und fühlen sich als Versager. Die Kinder sehen nur ihre eigenen Bedürfnisse, Mitmenschen existieren für sie gar nicht wirklich und sie meinen, alles einfordern zu können. Wenn Jugendliche gewohnt sind, immer die erste Geige zu spielen und den Ton anzugeben, dann liegt wohl die Vermutung nahe, dass sie ohne Maß, ohne Ziel und ohne Grenzen durchs Leben schreiten. Durch falsch verstandene Zuneigung und Aufopferung der Eltern erzieht man Tyrannen, die ständig nur fordern.  Nein zu sagen und nicht alles durchgehen zu lassen kostet natürlich Kraft. Doch ohne Grenzen zu erleben, wachsen die Kinder den Eltern mit großer Wahrscheinlichkeit über den Kopf oder sie werden zu unsicheren Jugendlichen, die ihren Weg nur schwer finden. Mit Liebe,die keine Grenzen setzt, entwickeln sich Kinder auf falsche Art und es ist, als hätte man das Kind vernachlässigt. Oft möchten die Erziehungsberechtigten Defizite aus der eigenen Kindheit ausgleichen. Alltägliches Mithelfen im Haushalt mutet man den Jugendlichen nicht zu,  was aber zur Folge hat, dass sie nicht lernen, Verantwortung  zu übernehmen. Oft gibt es sogar Vorwürfe von den Sprösslingen, die Eltern hätten überhaupt kein  Verständnis oder sie seien an allem schuld. Obwohl es Eltern gut mit ihren Kindern meinen, scheitern beide. Die Kinder wurden nicht in die Selbstständigkeit entlassen. Sie können sich in ihrem sozialen Umfeld nicht wie gewohnt durchsetzen, machen sich im Elternhaus mit gewohntem Muster breit. Daher: Das Begleiten des Kindes sollte innerhalb von Grenzen mit übertragener Verantwortung sein, liebevoll, klar und authentisch, damit in späteren Jahren die Eltern zu Freunden werden können.

Wertevermittlung

Wertevermittlung

Welche Erwartungen haben Eltern und Schüler heute an die Schule?

Erwartungen sind dazu da, um erfüllt zu werden. Gesellschaftspolitische Veränderungen sind auch am Bildungssystem nicht vorübergegangen. So klingt es nur allzu einfach, dass Eltern und Schüler hohe Erwartungen an die Vermittlung von Basiswissen in Deutsch, Mathematik und Englisch haben. Auch das Erkennen von logischen Zusammenhängen, technisches und naturwissenschaftliches Verständnis, ein großer Wortschatz und sprachliche Gewandtheit werden für wichtig erachtet. Werte wie Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Leistungsfähigkeit, Zivilcourage, Konzentrationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz, Höflichkeit, gute Manieren, … müssen am Plan der Schule stehen, um als Ergänzung zum Elternhaus einem jungen Menschen in seiner Entwicklung zu helfen. Die Klage, dass der Unterricht schwieriger geworden sei, stimmt, wenn Lehrer an diesem Gesamtkunstwerk „Schule“ nicht gearbeitet haben. Pädagogen, die diese Voraussetzung nicht mitbringen wollen oder können, können nicht auf eine zufriedenstellende Erfüllung der Anforderungen zurückblicken und fühlen sich als Versager. Zeit für Zuwendung, individuelles Ansprechen, um Vertrauen zu schaffen, gilt natürlich nicht nur fürs Elternhaus. Die gleichen, wenn nicht höhere Erwartungen, haben Eltern und Jugendliche an das Bildungssystem. Da ist natürlich eine ganztägige Betreuung Hilfe, dass sich ein Persönchen, und sei es noch so klein, zu einer Person entwickeln kann. Hilfestellung soll es in der Schule auch bei der Förderung von begabten und auch benachteiligten SchülerInnen durch Psychologen und Therapeuten geben. Gut ausgebildete Pädagogen, die sich in der Lage fühlen, die Jugendlichen zu unterstützen, sind gefragt!